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Interview - Friederike Keller nimmt am Karupelv Valley Projekt in Grönland teil / Im BAnane-Interview berichtet sie darüber

Ein Praktikum mit Eisbären und Lemmingen

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Sowohl Lemminge (oben) als auch Eisbären könnten Friedericke während ihres Praktikums über den Weg laufen. © Karupelv Valley Projekt/Privat

Viele Menschen zieht es im Sommer in den Süden. Warme Temperaturen, luftige Sommerkleider und laue Sommerabende sind das, was sich viele für ihren Sommerurlaub wünschen.

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Dort, wo sie ihre Reise hinführen wird, erwartet sie ziemlich genau das Gegenteil von Strandurlaub und Sommer. Im Norden Grönlands beträgt die maximale Durchschnittstemperatur im Juli etwa 5 Grad Celsius – und das, obwohl dort auch gerade Sommer ist. Doch davon lässt sich Friederike Keller (kleines Bild) nicht abschrecken. Im Rahmen eines Praktikums nimmt die 17-jährige Schülerin aus Auerbach an einem Forschungsprojekt teil, dass sie in die Arktis im Norden Grönlands führen wird.

Um das Projekt vollständig begleiten zu können, wird sie dort insgesamt drei Wochen – und auch einen Teil ihrer Sommerferien – verbringen. Dabei wird das Forschungsteam fern von weichen Betten und beheizten Räumen direkt in der freien Natur arbeiten und in Zelten schlafen. Was sich Friederike von dieser besonderen Reise erhofft und wie sie überhaupt auf die Idee gekommen ist, an diesem Projekt teilzunehmen, hat sie uns in einem Interview erzählt.

Was genau wirst Du in den kommenden Wochen in Grönland machen?

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Friederike Keller: Ich nehme an einem Forschungsprojekt teil, das ein Freund meiner Familie mit leitet. Es beschäftigt sich mit den im Karupelv Tal lebenden Tieren und ihrer Entwicklung. Das sind zum Beispiel Lemminge, Polarfüchse oder auch Vögel wie die Schnee-Eule oder unterschiedliche Möwenarten. Mittlerweile stehen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Arten aber im Vordergrund. Um die Population der Lemminge bestimmen zu können, zählen wir ihre Winternester. Sie geben Auskunft darüber, wie stark sich die Lemminge im Winter vermehrt haben. Wir beringen und besendern die Vögel, um ihre Flugrouten zu dokumentieren.

Warum hast Du dieses besondere Praktikum ausgewählt und was erhoffst Du Dir davon?

Friederike: Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren mit polaren Gebieten, die Arktis hat es mir dabei besonders angetan. Ich kann mir sehr gut vorstellen, Wildbiologin zu werden und die Folgen des Klimawandels auf die (arktischen) Tierarten zu erforschen. Dafür bietet dieses Praktikum natürlich optimale Einblicke. Für mich ist das Projekt die perfekte Möglichkeit, meine theoretischen Vorstellungen mit meinen tatsächlichen Erlebnissen zu vergleichen. Ich erhoffe mir unvergessliche Erlebnisse, aus denen ich lernen kann und eine Schnee-Eule auf der Hand wäre natürlich auch toll!

Wovor hast du Angst beziehungsweise worüber machst du dir im Vorfeld Sorgen?

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Friederike: Einen Eisbären zu sehen, stellt natürlich neben einem großartigen Erlebnis immer eine Gefahr dar. Angst habe ich aber nicht. Wir treffen viele Vorkehrungen, damit die Begegnung für den Eisbären und uns bestmöglich abläuft. Ich bin generell wenig ängstlich. Ich verfolge das Projekt seit mehreren Jahren und weiß deswegen in etwa, worauf ich mich einlasse. Trotzdem wird es Situationen geben, in denen ich mich erst zurechtfinden muss. Gerade das wird spannend.

In den kommenden Wochen wird die BAnane-Jugendredaktion noch einmal von Friedericke berichten. Dann wird sie von ihrem außergewöhnlichen Praktikum mit einem Forschungsteam in der Natur Grönlands und ihren Erlebnissen und Eindrücken erzählen. Mia Eck

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