Erfahrungsbericht - Um sich auf die erste Fahrstunde vorzubereiten, lohnt sich ein Besuch auf einem Verkehrsübungsplatz Ein Gefühl fürs Autofahren bekommen

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Auf dem Verkehrsübungsplatz in Mannheim konnte Svenja das Autofahren üben. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Vater, der ihr vom Beifahrersitz aus Tipps gab. © Thomas

Mit 16,5 Jahren ist es für viele soweit, und sie können mit dem Führerschein anfangen. Man darf zwar erst mit den Theoriestunden beginnen, doch auch das ist ein erster Schritt in Richtung Führerschein, manche sagen sogar in Richtung Freiheit. Denn wenn man dann mit 17 Jahren – nach bestandener Fahrprüfung – anfangen darf wirklich zu fahren, und auch dann mit 18 die Zeit mit begleitetem Fahren hinter sich hat, heißt es Fahren, bis der Sprit leer ist.

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Doch bis es überhaupt mal dazu kommt, braucht man Übung im Fahren und natürlich auch die nötigen theoretischen Fahrstunden. In Deutschland ist es so geregelt, dass man ab 17 Jahren fahren darf, aber nur als sogenanntes begleitetes Fahren. Das heißt, dass 17-Jährige nur in Begleitung einer Person, die mindestens 30 Jahre alt ist, fünf Jahre ununterbrochen den Führerschein besitzt und nur einen Punkt in Flensburg hat, selbstständig ein Auto fahren dürfen.

Davor muss man jedoch bereits die Theorie- und Fahrstunden in der Fahrschule belegen und auch die Theorie- und Praxisprüfung ablegen. Ab 18 Jahren darf man dann ohne weitere Begleitung selbstständig Auto fahren. Doch auch vor dem Besuch der Fahrschule kann man sich bereits ein bisschen Übung aneignen, und Auto fahren. Und das auf gewissen Verkehrsübungsplätzen.

Auf diesen kann man mit einer Begleitperson auf dem Gelände fahren üben. Meist gibt es dort Straßenschilder, die auch im richtigen Verkehr genutzt werden, natürlich geteerte Straßen, manchmal sogar einen Berg an dem das Anfahren geübt werden kann oder auch Parklücken zum Einparken. Man kann also bereits vor der Fahrschule auf solchen Geländen das Fahren erlernen.

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Das Mindestalter ist dabei meist 16 Jahre, kann aber in manchen Fällen auch abweichen, so dass man schon ab 15 Jahren starten kann. Verkehrsübungsplätze sind dazu da, dass bei den Fahrsunden keiner ins kalte Wasser fällt. Der Besuch eines solchen Platzes kann also vorab als gute Hilfe dienen, sich etwas in den Straßenverkehr einzuordnen, ihn etwas kennenzulernen und eventuell schon ein Gefühl für das Autofahren und die unterschiedlichen Situationen zu entwickeln.

Auch ich habe bereits zwei Mal einen Verkehrsübungsplatz besucht und kann davon nur positiv berichten. Ich bin mit meinem Vater zusammen auf den Verkehrsübungsplatz in Mannheim gegangen, der sich auf dem Maimarktgelände befindet. Es ist kein typischer Übungsplatz, denn bei diesem gab es keine Schilder und auch keine typische Straßenverkehrs-Atmosphäre. Die Straßen waren aber geteert und es gab zum Beispiel auch einen Berg, an dem man das Anfahren üben konnte. Zudem sind viele Parklücken vorhanden, um das Einparken vorwärts und speziell auch rückwärts zu üben. Das hatte auch völlig für den Anfang gereicht, am ersten Tag sind wir nur unsere Runden gefahren und haben das Anfahren geübt. Ich hatte schon etwas Erfahrung, da man auf unserem Flugplatz ebenso Auto fährt.

Fahrzeug abwürgen gehört dazu

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Das Anfahren war dadurch keine große Schwierigkeit und auch ein gewisses Gefühl für das Fahren war bereits da. Aber natürlich habe auch ich ein paar Mal den Wagen abgewürgt, weil ich die Kupplung nicht richtig durchgedrückt habe oder sie zu schnell habe kommen lassen. Man muss dafür einfach ein Gefühl entwickeln, aber nach einer gewissen Zeit ist das auch kein Problem mehr gewesen und ich bin ohne Probleme über den Platz gefahren, zwar nur mit maximal 40 km/h, aber das war okay.

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Beim zweiten Mal haben wir neben dem Fahren noch das Rückwärtseinparken geübt, und auch das funktionierte unter Anleitung erstaunlich gut. Wenn man in den Rück- und Seitenspiegel schaut und nicht zu viel Gas benutzt, sollte es gut funktionieren. Ich habe dabei nicht mal ein Hütchen umgefahren.

Somit waren die Probefahrten auf dem Verkehrsübungsplatz ein großer Erfolg, man kann bereits ein Gefühl für das Fahren entwickeln und Spaß macht es auch, vor allem wenn man die besorgten Personen neben einem beobachtet. Svenja Thomas