Ein Beitrag nur für Nachrichtensendungen

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Bei einer Argumentation für den Rundfunkbeitrag wird häufig das Thema politische Bildung angesprochen, doch bisher konnte mir niemand den Zusammenhang zwischen politischer Bildung und Programmen wie „Bares für Rares“, „Kochsendungen“ oder „Sturm der Liebe“ erklären.

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Natürlich bin ich dafür, dass für eine unabhängige Berichterstattung Gebühren eingezogen werden, doch Nachrichtensendungen und Dokumentationen sollten meiner Meinung nach als Einziges von diesen Gebühren gefördert werden. Leider fließen jedoch von den aktuell 17,50 Euro nur 3,85 Euro in die Finanzierung der Nachrichtensendungen und in politische Magazine der ARD. (Quelle: NTV). Der Grund, warum ein großer Teil der Gebühren für andere Produktionen verwendet wird, liegt derzeit daran, dass laut Verfassungsgericht dem Nutzer ein „Vollangebot“ zur Verfügung stehen muss, damit diese auch die zur Verfügung gestellten Nachrichten nutzen würden. Doch diese Argumentation spiegelt die Realität kaum wider, die Tagesschau wird von mehr als doppelt so vielen Zuschauern angesehen als die meisten Abendprogramme des Ersten (Quelle: Stern). Dazu stellt sich die Frage nach der Zielgruppe – die öffentlich rechtlichen Fernsehsender werden hauptsächlich von einer Zielgruppe über 60 genutzt (Quelle: DWDL). ARD und ZDF wirken dem zwar derzeit entgegen, indem nun auch Youtube-Kanäle finanziert werden, um eine jüngere Zielgruppe zu erreichen, doch dies ist keine Lösung, denn durch immer mehr geförderte Projekte wird immer mehr Geld benötigt. Wäre es nicht sinnvoll, wenn ein Rundfunkbeitrag für die Nachrichtensendungen erhoben wird und die anderen Produktionen durch Werbung finanziert werden oder wie der Privatsender Sky gehandhabt werden? Denn dann müsste niemand für etwas zur Kasse gebeten werden, das er nicht nutzt. Sophia Rhein