Einkauf - Eine Mitarbeiterin der BAnane-Jugendredaktion schreibt über Hamstern, die neuen Vorgaben und deren Umsetzung in den Geschäften Die Regeln in den Supermärkten

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Einige Lebensmittel wie Nudeln, Linsen oder Mehl sind nach wie vor oft ausverkauft. © Thomas

Auch nach mehreren Wochen ist die Aussicht darauf, normal einkaufen gehen zu können, nicht in Sicht. Hamsterkäufe haben sich eindeutig gebessert und Toilettenpapier ist wieder in den Regalen der Supermärkte vorhanden. Doch Lebensmittel wie Hefe, Linsen und vor allem Nudeln sind weiterhin fast ausverkauft, und die Regale stehen leer.

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Doch warum kaufen die Menschen immer noch so viel auf Vorrat? Ganz einfach, viele drehen quasi durch, sie denken, in dieser „schwierigen Zeit“ würden sie weniger Lebensmittel bekommen als sonst. Doch dies ist nicht der Fall, und dies bestätigte und versicherte ebenso Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Wirtschaft, schon vor vielen Wochen. Zu Beginn wurde das geliebte Toilettenpapier gehortet, als gäbe es kein Morgen. Nun sind die wohl doch im Notfall wichtigeren Produkte wie Nudeln, Mehl oder Hefe in den Fokus gerückt. Immerhin kamen also die Aufrufe, dass Hamsterkäufe keinen Sinn ergeben würden, teilweise an. Dies ist auch gut so. 14 Prozent mehr Waren als sonst verkauften Supermärkte in den vergangenen Wochen, sagt das Forschungsinstitut GfK. Dabei stieg der Umsatz von Fertigsuppen zeitweise um 112 Prozent, bei Fisch- und Obstkonserven um je 70 Prozent, bei Teigwaren um 73 Prozent. Dies sind enorme Anstiege. Die Supermärkte machten zwar dadurch sehr viel Profit, kamen jedoch aber auch nur schwer mit der Lieferung neuer Waren hinterher.

Es wurden Regeln eingeführt, die dafür sorgen, dass es zu weniger Komplikationen kommt. Die Supermärkte führten für bestimmte Artikel die Regel ein, nur eine bestimmte Menge davon auf einmal kaufen zu dürfen. Dies bewirkte auch etwas, da es die Leute daran hinderte, bestimmte Artikel zu hamstern. Somit sind einige Artikel wieder langsam aber sicher in den Regalen vorhanden und die, die zum Beispiel Toilettenpapier auf Vorrat in großer Menge gekauft haben, ärgern sich nun grün und blau.

Maskenpflicht wird eingehalten

Seit Anfang vergangener Woche herrscht bundesweit unter anderem beim Einkaufen die Maskenpflicht. Ich denke, dies erscheint ziemlich nützlich, um unnötige Ansteckungen zu verhindern. Die Verbreitung von Tröpfchen, durch die man sich mit dem Coronavirus anstecken könnte, kann so verhindert werden. Genießt oder gehustet wird ab sofort in eine Maske, die den Mund und die Nase abdecken sollte. Verstöße dagegen können teuer werden, deshalb sollte man sich bewusstwerden, dass es wichtig ist, diese Maske zu tragen – für den eigenen Schutz aber auch für den der Mitmenschen.

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Und dies wird auch tatsächlich sehr pflichtbewusst von den Bürgern eingehalten. Um einen Überblick zu bekommen, wie die Supermärkte jetzt auch nach einigen Wochen in dieser Lage handeln, was noch an Lebensmitteln vorhanden ist und welche Regeln zu beachten sind, habe ich Kunden in Supermärkten verschiedener Lebensmittelketten beobachtet.

Zur Maskenpflicht kann man zu allen drei Ketten sagen, dass diese dort eingehalten wird. Teilweise steht draußen vor dem Eingang zusätzlich eine Security-Person, die noch mal genauer darauf achtet, dass jeder eine Maske trägt und nicht zu viele Menschen auf einmal in die Märkte strömen. Ein- und Ausgänge sind häufig durch Gitter getrennt, und eine Wegbeschreibung, wie man durch den Supermarkt gehen soll, durch Pfeile gekennzeichnet, ist vielerorts gegeben. Auch die Abstandspflicht wird weiterhin beachtet und ist ebenso gekennzeichnet. Die Lebensmittel sind bis auf ein paar Ausnahmen wieder vorhanden. Die Ketten bemühen sich stets, dass Regale sobald wie möglich wieder neu eingeräumt werden. Lediglich Produkte wie Hefe, Linsen und Mehl sind nur ganz wenig vorhanden oder gar nicht. Toilettenpapier ist überall wieder da. Und Nudeln sind zwar in den Regalen, jedoch nur bestimmte Sorten und nicht in einer großen Auswahl.

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Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass sich die Lage nach so vielen Wochen etwas entspannt hat. Die Leute sind einsichtiger geworden und achten wieder vermehrt darauf, nur so viel zu kaufen wie nötig ist. Die Lebensmittelketten geben sich große Mühe, die Kunden zu versorgen und die Vorgaben einzuhalten, was man wirklich würdigen kann. Svenja Thomas