Schule - Der Wechsel von der Mittel- in die Oberstufe bringt für Jugendliche einige Veränderungen mit sich Die Qual der Leistungskurswahl

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Für viele Schüler neigt sich mit diesem Schuljahr die Mittelstufe dem Ende zu, und im kommenden geht es in die Oberstufe weiter. Oberstufe, so werden die letzten drei Jahre der Schulzeit auf dem Gymnasium genannt. Los geht es mit der Einführungsphase. Diese stellt das erste Jahr der Oberstufe dar. Hier geht es für die Schüler vor allem darum, sich in dem neuen Kurssystem zurechtzufinden und sich an die höheren Ansprüche zu gewöhnen. Nach der Einführungsphase geht es in die entscheidenden letzten zwei Jahre, die Qualifikationsphase. Ab hier gilt es die bestmögliche Leistung zu erbringen, denn alle Noten zählen nun für das Abitur.

Bei der Zusammenstellung der Kurse müssen der kreative-, naturwissenschaftliche- und gesellschaftliche Bereich abgedeckt werden. © Eck
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Mit dem Sprung von der Mittel- in die Oberstufe ändert sich einiges. Der Klassenverbund wird aufgelöst, und auch der Unterricht gestaltet sich ganz anders. Es gibt keinen einheitlichen Stundenplan, dem jeder zu folgen hat, die Schüler können einige Fächer abwählen und müssen andere als ihre Leistungskurse bestimmen. Letztere sind zwei bis drei ausgewählte Fächer, deren Noten besonders stark in die Endnote einfließen. Im Vergleich zu den Grundkursen sind sie also besonders wichtig und werden auch mit einer höheren Anzahl an Stunden in der Woche unterrichtet.

Die Regeln sind nicht überall gleich

Prinzipiell dürfen Schüler ihre Kurse vollkommen frei wählen. Dabei gibt es allerdings einige Regeln, die zu beachten sind. Diese sind von Schule zu Schule und von Bundesland zu Bundesland verschieden. An allgemeinbildenden Gymnasien in Hessen muss beispielsweise darauf geachtet werden, dass die gewählte Kombination von Grund- und Leistungskursen alle drei vorgegebenen Aufgabenfelder abdeckt. Sowohl der naturwissenschaftliche, als auch der kreative und der gesellschaftswissenschaftliche Bereich müssen abgedeckt sein. Dies spielt auch bei dem späteren Abitur eine wichtige Rolle.

Pro- und Contra-Listen als Entscheidungshilfe

Einigen Schülern ist schon weit im Voraus klar, welche Fächer sie als ihre Leistungskurse wählen möchten. Andere sind sich dagegen noch sehr unsicher und wissen noch nicht auf welche Fächer sie in den letzten Jahren ihrer Schullaufbahn den Fokus legen wollen. Wer sich bei der Wahl der Leistungskurse ebenfalls noch sehr unsicher ist, könnte beispielsweise eine Pro- und Contra-Liste aller zur Auswahl stehenden Fächer anfertigen, um so zu schauen, in welchen Fächern die persönlichen Vorteile überwiegen.

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Auch ein Gespräch mit dem jeweiligen Fachlehrer kann zur Entscheidung beitragen. An einigen Schulen ist es nach Absprache sogar möglich, den Unterricht eines Leistungskurses zu besuchen, um sich so einen Eindruck verschaffen zu können.

Letzten Endes ist es aber wichtig, dass jeder die Fächer auswählt, in denen ein besonderes Interesse besteht. Wer sich nämlich nicht für den Lernstoff interessiert, hat schon im Voraus schlechte Karten.

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Wir von der BAnane haben uns deshalb etwas umgehört und nachgefragt, ob und warum manchen die Entscheidung so leicht beziehungsweise so schwer fällt. Mia Eck