Erfahrungsbericht - Für jede Ausgabe müssen Artikel geschrieben werden, doch wie funktioniert dies in der aktuellen Zeit? Die BAnane-Redaktion im Homeoffice

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Redaktionskonferenzen finden in Zeiten von Corona über Zoom-Meetings statt (l.). Wenn die jungen Reporter sich für Fototermine mit Interviewpartnern treffen, darf die Maske nicht fehlen und auch Abstands- und Hygieneregeln müssen beachtet werden. © Mautry

Seit nun fast einem Jahr befinden sich die meisten Betriebe im sogenannten „Homeoffice“. Diese Art des Arbeitens findet, wie der Name schon sagt, von zu Hause aus statt. Arbeitsgruppen treffen sich online über verschiedene Videochatportale wie Zoom, Skype oder Microsoft Teams, Informationen werden über Mail weitergeleitet und die Angestellten sitzen zu Hause vor ihren Computern und üben ihren Beruf von dort aus.

Redaktionssitzung von zu Hause aus

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Auch die Jugendredaktion des Bergsträßer Anzeigers, die BAnane, befindet sich in dieser recht außergewöhnlichen Zeit im Homeoffice. Glücklicherweise ändert sich für die jungen Mitglieder dieser Gruppe nicht so viel wie für andere, da diese auch für gewöhnlich von zu Hause aus gearbeitet haben. Denn der Großteil der Mitarbeiter sind selbst noch Schüler und arbeiten dort nur in einem Minijob, um sich das Taschengeld aufzubessern.

Lediglich die Treffen, um die Themen zu besprechen, die in den nächsten Wochen erscheinen sollen, werden nun online über die Videochatplattform Zoom durchgeführt. Dort trifft man sich genauso regelmäßig wie im Medienhaus und bespricht, wie man die kommenden Ausgaben zusammen gestalten möchte. Diese sind auch von der Dauer her nicht weniger kompakt, aber auch nicht viel länger als die gewöhnlichen Sitzungen. Einigen Mitgliedern kommt dieses Online-Format zu Gute, da diese sich somit den Weg zum Medienhaus sparen können.

Umfragen per Chat und Abstand

In vielen Ausgaben der BAnane gibt es eine Umfrage. Diese finden meist auf Versammlungen statt und Teilnehmer dieser werden dann von den Jugendlichen befragt. Auch bei anderen Umfragen, die mit keiner Veranstaltung zusammenhängen, muss man nun auf andere Mittel zurückgreifen. Die meisten Umfragen werden nun über WhatsApp geführt, wodurch sich die jungen Reporter zwar Wege, aber meistens kaum Zeit sparen, da sie mehr Menschen fragen müssen als sonst.

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Als es noch keinen Lockdown in Hessen gab und Versammlungen mit Hygienekonzepten genehmigt waren, konnten die Reporter noch vor Ort Fotos schießen und Fragen stellen. Dazu mussten sie darauf achten, den Umfragepartnern nicht allzu nah zu kommen, eine Maske zu tragen und gegebenenfalls das Handy, mit dem man die Stimme des Partners aufnimmt, zu desinfizieren oder in eine Folie einzupacken.

Interviews meist per Telefon nach Arbeitsschluss

Auch die Jugendredaktion hatte schon wichtige Interviewpartner. Darunter Politiker, Aktivisten und andere Menschen, die vor allem in der Region eine größere Rolle spielen. Doch diese Interviews, die zu Teilen auch privat vor Ort durchgeführt wurden, müssen nun per Mail oder Telefonat getätigt werden, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Auch die Fotos, die passend zu jedem Artikel erscheinen, machen die Mitarbeiter selbst, wodurch sie sich oft mit den Menschen treffen müssen, um diese abzulichten. Mittlerweile finden diese Termine meist im Freien statt und dann, wenn nicht gerade viele Menschen in der Umgebung sind. Auch dort tragen beide Parteien eine Maske, da man einfach auf Nummer sichergehen möchte.

Teilweise schnellere Arbeit, aber das „Reportergefühl“ fehlt

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Sicherlich spart man sich durch das Homeoffice während der Pandemie einige Wege. Vor allem den Weg ins Pressehaus an jedem zweiten Dienstag. Doch auch dies gehörte nun mal zu unserem Job dazu und machte ihn irgendwo auch aus. Dass man in ihn auch Zeit investieren muss, war allen klar, aber genau das macht ihn so abwechslungsreich und spannend.

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Durch die Pandemie fallen persönliche Treffen mit Interviewpartnern und auch Veranstaltungsberichte größtenteils weg. Diese werden zwar ersetzt, wobei dies nicht ganz das Gleiche ist. Auch die BAnane sehnt sich dem Ende dieser schweren Zeit entgegen, um wieder ihren normalen Redaktionsalltag leben zu können. Marco Mautry