Corona und Kultur I - Drei Freunde aus Heppenheim verleihen Veranstaltungstechnik / Wie sich ihre Arbeit seit der Pandemie verändert hat

Auf Livestreams spezialisiert

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Die Heppenheimer Benjamin Vettel (19), Laurenz Biehl (19) und der Einhäuser Moritz Weber (19) bilden zusammen die Veranstaltungstechnik-Gruppe Animator Alligator. Diese ist durch die Corona-Pandemie in ihrer Arbeit stark eingeschränkt und musste lernen, auf eine neue Art zu arbeiten.

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Was genau ist Animator Alligator?

Moritz: Wir sind drei Schüler, die während unserer Schulzeit gefallen an Veranstaltungen und deren Technik gefunden haben. So haben wir schnell mehr über Licht-, Beschallungs-, Video- und Spezialeffekttechnik gelernt, unser Hobby zum Nebenverdienst gemacht und kürzlich eine GbR gegründet. Wir vermieten aus unserem eigenen Mietpark Technikprodukte für beispielsweise Abibälle oder Geburtstage, wobei uns vor allem der kreative Aspekt, also der Auf- und Abbau sowie das Einstellen und Programmieren der Technik, am Herzen liegt.

Wie hat sich Eure Arbeit durch die Corona-Pandemie verändert?

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Moritz: Wie in der gesamten Branche brechen auch uns die Präsenzveranstaltungen weg. Erstmal haben wir allerdings Glück, dass wir das Ganze nur als Nebentätigkeit betreiben, also nur wenig laufende Kosten haben. Aktuell greifen wir auf digitale Veranstaltungen wie das Filmen und Livestreamen von Events zurück. Hierbei versuchen wir, viele DJ-Streams zu machen, wodurch wir lokale DJs unterstützen. Hierfür nehmen wir auch kein Honorar, da wir die Technik ja haben, es keine Unkosten verursacht und man gerade in solchen Zeiten Menschen gerne eine musikalische Freude bereitet und Möglichkeiten bietet. Präsenzveranstaltungen fallen uns komplett weg, bis auf Ausnahmen wie beispielsweise Gottesdienst-Livestreams oder Ähnliches.

Was nehmt Ihr aus dieser Pandemie mit? Was habt ihr gelernt?

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Moritz: Die ganze Branche verändert sich und man nimmt mit, wie wichtig Präsenzveranstaltungen sind. Gut ist: Livestreamen verlernt man nicht. Das Equipment hierfür ist nun vorhanden und kann von uns auch in der Zukunft nach der Pandemie genutzt werden, um beispielsweise Liveevents zu streamen.

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Als Unternehmen hatten wir allerdings in der Zwangspause die Zeit, Neuanschaffungen und Reparaturen zu tätigen sowie weitere Wartungsarbeiten an der Technik durchzuführen. Marco Mautry