Literatur - Winnie Lechterbeck, Leiterin der Stadtbücherei Bensheim, berichtet zum Welttag des Buches über den Alltag und Neuerungen

44 500 Medien in der Bibliothek

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Die Stadtbibliothek hat ihren Bestand in der Pandemie „verjüngt“. © Geiß

Am 23. April (Freitag) feiern deutschlandweit Buchhandlungen, Verlage und Bibliotheken den Welttag des Buches. Zu diesem Anlass berichtet Winnie Lechterbeck (kleines Bild), Leiterin der Stadtbücherei Bensheim, im Interview mit der BAnane-Jugendredaktion wie sich ihr Arbeitsalltag durch die Corona-Krise verändert hat, welche Arbeiten täglich anfallen und wie in der Stadtbücherei auch neue Ideen durch die Pandemie entstanden sind.

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Über wie viele Bücher verfügt die Stadtbücherei und wie können sie entliehen werden?

Winnie Lechterbeck: Der Bestand der Stadtbücherei umfasst aktuell circa 44 500 Medien. Dazu zählen unter anderem Romane, Kinder- und Sachbücher, CDs, Filme, Zeitungen sowie Sprach- und Wanderführer. Hinzu kommen 272 000 E-Medien (Lizenzen), die wir unseren Benutzern über die Mitgliedschaft im OnleiheVerbundHessen zur Verfügung stellen. Die Ausleihe ist mit einem Bibliotheksausweis möglich. Wer sich anmelden möchte, muss eine Anmeldekarte ausfüllen und den Jahresbeitrag bezahlen. Minuten später können schon Medien entliehen werden.

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Wie sieht ein Arbeitsalltag in der Stadtbücherei aus?

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Lechterbeck: In einer Stadtbücherei fallen unterschiedliche Arbeiten an, das macht den Job abwechslungsreich. Kreativität ist im Bereich Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit gefragt. Auf Genauigkeit kommt es im Bereich Systematisierung und Rechnungsbearbeitung an. Handwerkliches Geschick wird bei der Medienbearbeitung und der Buchpflege benötigt und die Betreuung der Lektorate setzt ein breites Wissen auf dem Buchmarkt voraus. Für das Zurückstellen der Bücher ist der Ordnungssinn entscheidend. Alle Kollegen arbeiten täglich im Kundenservice und man kann sagen, die Arbeit in der Stadtbücherei macht Spaß.

Hat sich Ihr Arbeitsalltag durch die Corona-Pandemie verändert?

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Lechterbeck: Ja, das hat er! Wir sind eine Einrichtung mit viel Publikumsverkehr, ein kultureller und sozialer Treffpunkt. Ein Aufenthaltsort für Familien und ein Lernort. An „normalen“ Öffnungstagen vor der Corona-Pandemie besuchten die Stadtbücherei vormittags Schulklassen zur Erkundung der Bibliothek, es kamen Kunden, die im Lese-Café Zeitungen lasen. Nachmittags waren meistens alle Lernplätze mit Schülern belegt. Donnerstags – an unserem Veranstaltungstag – besuchten uns Kindergartengruppen, um Geschichten zu lauschen. Dies ist zur Zeit alles nicht möglich! Nach den Verordnungen haben wir gerade unter strengen Auflagen geöffnet.

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Wie kam die Stadtbücherei generell durch das Corona-Jahr? Sind durch die Pandemie auch neue Projekte entstanden, zum Beispiel im Online-Bereich?

Lechterbeck: Die Schließzeiten haben wir genutzt, um Projekte umzusetzen. Beispielsweise haben wir dem ganzen Bestand der Bücherei einer „Verjüngungskur“ unterzogen. Im Herbst 2020 haben wir unsere Vorleseangebote online abgehalten. Auch die Onleihe Hessen wurde stark frequentiert und unser Medien-Abholservice von Januar bis März 2021 wurde rege genutzt.

Im Folgenden stellt Euch die Mitglieder der BAnane-Jugendredaktion einige interessante Bücher vor. Anna-Lena Geiß

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