Bundestag - Die Bergsträßer Abgeordnete und Ministerin verlässt nach 23 Jahren das Parlament

Lambrechts Abschiedsrede

Von 
red
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Christine Lambrecht bei ihrer wohl letzten Rade im Bundestag. © Privat

Bergstraße. „Niemals geht man so ganz“: Mit dieser Liedzeile von Trude Herr beendete die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Bundesjustiz- und -familienministerin Christine Lambrecht (SPD) ihre voraussichtlich letzte Rede im Deutschen Bundestag.

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„Nach 23 Jahren habe ich mich entschieden, nicht zur nächsten Bundestagswahl anzutreten. Ein bisschen Wehmut hat mich da schon ergriffen. Umso mehr freue ich mich, dass ich heute in meiner Rede zum Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen spreche“ – ein Thema, für das sie sich beharrlich eingesetzt habe, so Lambrecht.

Künftig muss in Vorständen von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit in der Regel mehr als 2000 Beschäftigten, die mehr als drei Mitglieder haben, mindestens ein Mitglied eine Frau sein. Daneben wird die feste Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent in den Aufsichtsräten auf Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes ausgeweitet. In Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Krankenkassen und bei Renten- und Unfallversicherungsträgern sowie bei der Bundesagentur für Arbeit wird eine Mindestbeteiligung von einer Frau in mehrköpfigen Vorständen eingeführt.

Abschließend bedankte sich Lambrecht bei allen, „die mich in diesen 23 Jahren begleitet haben, in den allermeisten Fällen konstruktiv und fair“. Die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete hatte 1998 das Direktmandat gewonnen. 2002 konnte sie ihren Erfolg wiederholen. 2005, 2009, 2013, 2017 zog sie jeweils über die SPD-Landesliste Hessen in den Bundestag ein.

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Im September des vergangenen Jahres hatte Christine Lambrecht angekündigt, nicht mehr für den Deutschen Bundestag zu kandidieren. „22 Jahre Bundestag bedeuten 22 Jahre zweiter Wohnsitz, 22 Jahre aus dem Koffer leben. Mit 55 bin ich in einem Alter, wo man noch was Neues beginnen kann. Darauf freue ich mich“, so die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete. red