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Corona - Immer mehr Menschen nehmen ihre Termine in Impfzentren nicht wahr / Debatten über Strafzahlungen / Wieder schärfere Maßnahmen im Herbst erwartet

Delta-Variante lässt Inzidenzen steigen

Von 
dpa
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Berlin. Nach wochenlangem Rückgang ist die Corona-Inzidenz in Deutschland am Wochenende erstmals wieder leicht gestiegen. Der Anstieg ist aber so minimal, dass es zunächst schwierig bleibt, konkrete Schlüsse zu ziehen. Langfristig rechnen die Deutschen einer Umfrage zufolge damit, dass die Infektionszahlen trotz Impffortschritts steigen und die Corona-Maßnahmen im Herbst auch wieder verschärft werden. Besonders im Fokus stehen hier die Schulen.

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In der Politik wird zudem über nicht wahrgenommene Impftermine diskutiert. Am Wochenende wurden Forderungen nach Bußgeldern für diejenigen laut, die Termine in Impfzentren ohne Absage verstreichen lassen. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und auch Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) sprachen sich für Strafzahlungen aus.

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) wies diese Idee zurück, rief aber dazu auf, Termine abzusagen, wenn sie nicht wahrgenommen werden können.

Ausreichend Impfstoff

Ablehnend zu möglichen Bußgeldern äußerten sich auch Vertreter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der FDP und der Grünen. „Die Bereitschaft für Impfungen ist nach wie vor hoch in der Bevölkerung, das dürfen wir nicht durch Zwangsmaßnahmen verspielen“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

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Vermutet wird, dass Menschen Termine verstreichen lassen, weil sie in Urlaub sind, weil sie die Corona-Gefahr als nicht mehr so hoch einschätzen oder weil sie inzwischen einen früheren Termin bei einem Betriebsarzt oder in einer Praxis bekommen haben.

Nach monatelanger Impfstoff-Knappheit ist nach Einschätzung der Bundesregierung inzwischen eine neue Phase erreicht: Das Angebot beginnt die Nachfrage zu übersteigen. Die Regierung hatte deshalb auch ihr Impfversprechen, wonach jeder, der wolle, bis Ende des Sommers ein Impfangebot bekommen könne, zuletzt auf Ende Juli vorgezogen. Nachgedacht wird nun auch über Anreizsysteme. Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen etwa arbeitet nach Angaben eines Sprechers an einem Konzept: Wer ins Impfzentrum kommt, soll Rabatte für Dienstleistungen oder Produkte bekommen.

Anreize in den USA

Viele US-Bundesstaaten bieten bereits Anreize wie die Verlosung hoher Geldpreise an, um die Menschen dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen. Umfragen legen jedoch nahe, dass der Fortschritt der Impfkampagne in den Vereinigten Staaten nun immer zäher werden dürfte, weil dort eine Minderheit die Impfungen ablehnt.

Doch trotz dieser Anreize und einem großen Vorrat an Impfstoffen haben die USA das von Präsident Joe Biden gesetzte Impfziel verfehlt. Die US-Regierung wollte erreichen, dass 70 Prozent aller Erwachsenen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli mindestens eine Impfdosis erhalten. Bisher bekamen jedoch nur 67 Prozent, oder 173 Millionen Menschen, mindestens die erste Impfung, wie Daten der Gesundheitsbehörde CDC am Sonntag (Ortszeit) zeigten. Gut 58 Prozent aller Erwachsenen in den USA sind bereits vollständig geimpft.

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In den ländlicheren US-Bundesstaaten, vor allem im Süden, liegt die Impfquote deutlich niedriger als im Rest des Landes. Dort stieg zuletzt auch wieder die Zahl der Neuinfektionen, was Experten auch auf die rasche Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus zurückführen. 

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