Motoren - US-Konzern soll neue Fertigung in Mannheim starten Daimler holt Partner

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tat
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Mannheim. Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck will mittelschwere Motoren für seine Lkw und Busse mittelfristig nicht mehr selbst bauen, sondern vom US-Hersteller Cummins beziehen. Wie Daimler am Dienstag mitteilte, planen die Unternehmen eine strategische Partnerschaft, eine Absichtserklärung sei in den vergangenen Tagen unterzeichnet worden. Der Schritt hat Auswirkungen auf das Mercedes-Benz-Werk in Mannheim: Dort werden solche mittelschweren Motoren bisher unter anderem produziert. Sie werden zum Beispiel in Stadtbussen von Evobus verbaut.

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Geplant sei, dass Cummins auf dem Gelände des Mannheimer Mercedes-Benz-Werks eine Produktionshalle mietet und dort eine eigene Fertigung aufbaut. Dort sollen „ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mittelschwere Motoren mit Abgasnorm Euro 7“ für den europäischen Markt produziert werden. Die Motoren sollen in Nutzfahrzeugen von Daimler Trucks & Buses, aber auch bei anderen Nutzfahrzeugherstellern zum Einsatz kommen.

Schwere Lkw-Motoren, die derzeit auch den Löwenanteil der Produktion in Mannheim ausmachen, will Daimler unterdessen weiter selbst produzieren.

Nach Angaben von Andreas Moch, Standortleiter im Mercedes-Benz-Werk Mannheim, hängen an der Produktion der mittelschweren Motoren derzeit rund 15 Prozent der Arbeitsplätze im Werk. Bei insgesamt rund 5100 Beschäftigten wären das mehr als 700 Stellen. Inwieweit und zu welchen Konditionen Cummins in seiner neuen Produktion Daimler-Beschäftigte übernimmt, sei offen. „Ich bin aber sicher, wir werden für jeden Beschäftigten eine Lösung finden“, so Moch. Cummins werde Fachkräfte brauchen. tat