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Elektroschrott in den Supermarkt bringen

Entsorgung: Wer es verkauft, muss es auch zurücknehmen – das gilt seit Jahresbeginn auch für Supermärkte

Von 
dpa
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Wer Toaster und Handys, Mikrowellen und Waschmaschinen im Supermarkt kauft, hat seit Jahresbeginn mehr Rechte beim Entsorgen der alten Geräte. Denn die Rücknahmepflicht wurde ausgeweitet.

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Auch Supermärkte ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche aufwärts müssen dann Rücknahmestellen einrichten, wenn sie mehrmals im Kalenderjahr oder sogar dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte im Sortiment anbieten. Dafür gilt aber bis zum 30. Juni eine Übergangsfrist.

Kaputte und ausrangierte Geräte kann man in der Regel kostenlos am kommunalen Wertstoffhof abgeben. In diversen Kommunen gibt es zwar auch das Angebot, Elektrogeräte vom Grundstück oder aus der Wohnung abholen zu lassen. Das ist laut dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) aber kostenpflichtig. Außerdem kann man Elektrogeräte im Laden zurückgeben, wenn es sich um einen großen Händler handelt. Der Vorteil bei der Rückgabe über den Handel: Wer dort ein Gerät kauft und sich nach Hause liefern lässt, hat oft die Möglichkeit, das alte Modell direkt mitzugeben. Fahrtwege und die eigene Schlepperei fallen also weg. Schon jetzt sind Fachhändler im Bereich Elektrogeräte zu einer Rücknahme verpflichtet, wenn sie eine Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern haben.

Großgeräte wie Waschmaschinen, Mikrowellen und Fernseher, Rasenmäher und große Leuchten muss der Händler nur dann kostenlos annehmen, wenn ein entsprechendes Neugerät derselben Geräteart gekauft wird. Elektro-Kleingeräte hingegen wird man immer unentgeltlich bei Wertstoffhöfen und im Handel los – im Laden also auch dann, wenn man nicht zeitgleich ein neues Gerät kauft oder das alte Gerät nicht bei diesem Händler gekauft hat. Das gilt für Geräte, die in keiner Abmessung länger als 25 Zentimeter sind. Es gilt allerdings eine Beschränkung auf fünf alte Produkte, erklärt die von Herstellern und Verbänden der Elektro- und Elektronikbranche getragene Stiftung Elektro-Altgeräte Register (Stiftung AER).

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Auch im Onlinehandel gibt es ab dem 1. Juli eine Verbesserung für Käufer: Auch kleine Online-Händler müssen dann bei jedem Kauf von neuen Geräten die kostenlose Abholung und Entsorgung anbieten. Es ist laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) im Gesetz sogar vorgesehen, dass die Händler aktiv auf diese Möglichkeit hinweisen. Für große Online-Händler von Elektrogeräten mit einer Versand- und Lagerfläche von mehr als 400 Quadratmetern gilt die Rücknahmepflicht jetzt schon. Entweder können die Käufer die alten Geräte per Paket einschicken oder sie an eine lokale Rücknahmestelle geben, die der Online-Händler nennt. Oder man tauscht direkt bei Lieferung das Altgerät gegen das neue Modell aus.

Die Stiftung rät, leicht auswechselbare Batterien und Akkus aus den Geräten herauszuholen. Gerade bei Lithium-Ionen-Akkus kann es sonst zu Bränden kommen. Wer alte Geräte noch kurz zu Hause einlagert, sollte sie daher auch kühl und dunkel halten.

Recycling ist vor allem ein Thema der Nachhaltigkeit: Werden die Altgeräte recycelt, schont das Ressourcen. Denn viele Geräte enthalten wertvolle Metalle wie Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium und Messing. Werden diese Stoffe aus den Altgeräten entnommen wiederverwertet, können daraus neue Produkte hergestellt werden. Auch Kunststoffe können zum Teil recycelt werden. Würde dies jeder tun, käme sehr viel Material für neue Produkte zusammen, denn im Schnitt fallen mehr als 20 Kilogramm Elektroschrott pro Person und Jahr in Deutschland an, so die Stiftung AER. Mehr als 50 Prozent der elektrischen und elektronischen Altgeräte landen aber noch fälschlicherweise im Hausmüll oder werden illegal entsorgt. Letzteres ist ein Problem für die Umwelt: Wer die ausgedienten Geräte irgendwo ablädt, riskiert, dass darin enthaltene Schadstoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Quecksilber, Arsen, Blei oder Flammschutzmittel in die Natur übergeben. Alte Elektrogeräte gehören daher auch nicht in den Hausmüll. dpa

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