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Der Weg zum energetisch sanierten Haus

Immobilien: Ein Plan in sechs Schritten

Von 
dpa
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Durch eine energetische Sanierung kann man der Umwelt und seinem Geldbeutel etwas Gutes tun – oft reichen wenige Mittel, um Energie einzusparen. Und kein Eigentümer muss sein gesamtes Haus auf einmal sanieren. Voraussetzungen für ein gutes Ergebnis sind eine unabhängige und professionelle Beratung sowie ein intelligenter Plan. Experten geben Tipps, wie Eigentümer sich dem Thema nähern können.

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Energieverbrauch senken

„Der Energieverbrauch eines Hauses lässt sich grundsätzlich auf zwei Wegen senken. Zum einen durch Vermeidung von Energieverlusten, wie zum Beispiel durch das Dämmen von Dach und Fassade“, sagt Stefan C. Würzner vom Bauherren-Schutzbund in Berlin. „Aber auch der eigene Energiebedarf ist eine Stellschraube. Den kann man schon mit wenig Geld reduzieren.“ So können mit smarten Thermostaten an den Heizkörpern Temperatur, Zeit und Dauer des Heizens den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Auch die Warmwasserleitungen zu den Heizkörpern lassen sich dämmen.

Zustand checken

Oft beginnt die energetische Sanierung mit der Reparatur eines defekten Bauteils. „Dann bietet es sich an, gleich das Umfeld mit zu betrachten und das ganze Haus unter die Lupe zu nehmen“, sagt Martin Brandis von der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Vieles hängt zusammen. „Müssen undichte Fenster ersetzt werden, ist es sinnvoll, die sie umgebende Fassade zu dämmen. Wird das Dach ausgebaut, sollte es auch gedämmt werden.“ Mit jedem Sanierungsschritt verändert sich der energetische Zustand des Hauses. Wie sich das auf das gesamte System auswirkt, sollte im Vorfeld am besten von Fachleuten berechnet werden.

„Was auf den Bauherrn im konkreten Fall zukommt, kann er online in unserem Modernisierungs-Check erfahren“, sagt Alexander Steinfeldt von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Dort werden die derzeitige Heizenergiebilanz des Gebäudes und die Wirkung geplanter Sanierungsmaßnahmen berechnet. Sind Fördermittel für die Maßnahmen verfügbar, werden diese berücksichtigt und aufgelistet.

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Energieberater suchen

Wer über kleine, einzelne Energiesparmaßnahmen hinaus etwas machen möchte, sollte unabhängige Berater hinzuziehen. Das ist vor allem wichtig, wenn man durch die Sanierung in die Bauphysik eingreift. Solche Experten finden sich beispielsweise bei Verbänden sowie auf der Effizienzliste der Deutschen Energie-Agentur (dena): www.energie-effizienz-experten.de. Wirklich teuer ist das nicht: „Diese Beratung und das Erstellen eines individuellen Sanierungsfahrplanes werden mit 80 Prozent der anfallenden Kosten gefördert“, sagt Alexander Steinfeldt.

Individuelle Planung

Ausgehend vom aktuellen energetischen Zustand des Hauses erstellt der Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan und gibt auch einen Überblick über die zu erwartenden Kosten. „Dabei hat er durchaus das Budget des Eigentümers im Blick“, sagt Brandis. „Er kann Prioritäten setzen und entscheiden, was gleich gemacht werden muss und was vielleicht noch Zeit hat.“

Fördermittel beantragen

Seit Beginn dieses Jahres läuft die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Damit werden die bisherigen Programme, darunter das Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP) gebündelt.

Wirksamkeit prüfen

Wie wirksam eine energetische Sanierung ist, zeigt sich am besten durch den Vergleich des Energieverbrauchs vor und nach den Maßnahmen. „Da gibt es große Schwankungen“, betont Steinfeldt. „Manche Sanierungen führen nur zu einer Einsparung von acht Prozent, andere reduzieren den Energieverbrauch um 50 Prozent.“ dpa

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