AdUnit Billboard

Cuvée-Fan und Rotwein-Experte

Weingut Rothweiler in Auerbach

Von 
tr
Lesedauer: 
Hanno Rothweiler in seinem Weingut. © Neu

Hanno Rothweiler hat einen Wunsch: einen goldenen Herbst. Hoffentlich wird er erhört. Denn das Weinjahr 2021 war nicht gerade ein Sympathiebolzen. Wechselhaft, kühl und ziemlich nass. „Wir brauchen jetzt Sonne für eine schöne und gesunde Reife der Trauben“, so der Auerbacher Winzer, der in diesem Jahr gleich mehrere Jubiläen im Kalender stehen hat.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Vor 40 Jahren begann er seine Lehre im Weingut Seitz. Der Abschluss als Winzermeister ist 30 Jahre her. Und vor gut zehn Jahren hat er sein neues Domizil neben dem markanten roten Türmchen unweit des Berliner Rings bezogen. Der Weinmacher gilt als leidenschaftlicher Kreativkopf und Sortenfreak, der gerne Neues wagt und alte Zöpfe schneidet. Doch egal, was Rothweiler anfasst: Jeder Pionierarbeit geht ein langer Denkprozess voraus. Weinbau ist und bleibt traditionelles Handwerk, sagt er.

Auf rund sechs Hektar pflegt Rothweiler eine beachtliche Sortenvielfalt. Riesling und weiße Burgundersorten dominieren, doch der Winzer gilt auch als Rotweinexperte und kreativer Cuvée-Macher. Und es sind gerade jetzt Sorten wie Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot, die sich über einen milden und hellen Herbst besonders freuen würden. Zu Rothweilers Klassikern wie Ehrenfelser, Shiraz oder St. Laurent kommen immer wieder Newcomer hinzu. Etwa die Cuvée mit dem Namen „Gewinngemeinschaft No.7“ – eine gelungene Fusion aus Rotem und Weißen Riesling, die man auch als flüssige Liaison zwischen Auerbacher Fürstenlager und Heppenheimer Eckweg bezeichnen könnte. Die erste Charge seines Shiraz Blush (ein heller Rosé) war schnell ausgetrunken. Jetzt flirtet er mit frischen Sekt-Cuvées, nach einer Kreation aus Lemberger und Merlot sollen demnächst Chardonnay und Weißburgunder perlen.

Beim Blick in die Zukunft bleibt Hanno Rothweiler auch an zwei jungen Leuten hängen: Lorenz Sorbi und Esther Hoser. Sie hatte über ein Betriebspraktikum in Auerbach zum Wein gefunden und absolviert gerade eine Ausbildung zur Winzerin beim Spitzenwinzer Thomas Seeger in Leimen. Er hat schon als Knirps im Betrieb mitgearbeitet und studiert heute Weinbau in Neustadt. Aktuell absolviert Sorbi ein praktisches halbes Jahr in Österreich (Krems). Beide haben mit Rothweiler bereits zwei Online-Tastings moderiert. Für den Winzer spiegeln sie eine junge Wein-Generation, die Hoffnung für die Zukunft mache, sagt er.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Für das Spätjahr ist eventuell eine Open-Air-Veranstaltung am roten Türmchen geplant. Nach einem – hoffentlich – goldenen Herbst. tr

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1