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Interview - Ein Mitarbeiter der BAnane hat mit Christian Geib von der Raiffeisenbank Bürstadt über die Börse gesprochen

Womit auf dem „Marktplatz“ Börse gehandelt wird

Von 
Alexander Rhein
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Den Aktien- und Rentenmarkt zu beobachten, ist eine spannende Sache. © Rhein

Seit mehr als 20 Jahren vermittelt die ARD im Nachrichtenformat „Börse vor acht“ tagesaktuelle Berichte über die großen DAX-Konzerne Deutschlands. Kurz vor den Nachrichten erfährt der Zuschauer hierbei alles Wichtige über die Tops und die Flops des jeweiligen Börsentages und den entscheidenden Börsenwert.

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Gehandelt wird in Frankfurt in einem imposanten Gebäude aus dem Jahr 1879, auf dem Platz davor stehen der Bulle und ein Bär in Konkurrenz zueinander. Der Bulle symbolisiert dabei die steigenden und der Bär die sinkenden Preise an der Börse. Die BAnane hat mit Christian Geib, Leitung Personalabteilung der Raiffeisenbank Bürstadt, über die Börse gesprochen, um die Hintergründe besser verstehen zu können.

Wie läuft der Handel an der Börse ab?

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Christian Geib: Man kann sich die Börse ganz gut als einen Marktplatz vorstellen. Nur werden hier natürlich keine Salatköpfe oder Eier gehandelt, sondern Aktien und Anleihen, durch den Aktienhandel finden Kapitalgeber und Kapitalnehmer zusammen.

Welche Firmen sind im DAX gelistet?

Geib: Im Deutschen Aktienindex sind die 40 größten und umsatzstärksten Unternehmen gelistet. Dazu gehören unter anderem Unternehmen wie die BASF, Bayer und Merck, verschiedene bekannte Autokonzerne, Fresenius, der Walldorfer Softwarekonzern SAP und viele weitere.

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Warum spricht man beim DAX von Punkten?

Geib: Der Punkt spiegelt die Entwicklung des DAX, seit seiner Gründung im Jahr 1987. Inzwischen liegen wir bei einem Zähler von rund 15 600 Punkten. Seit der Gründung ist der DAX nicht immer nur gestiegen. Durch das Corona-Virus fiel der DAX im März 2020 von ehemals 13 800 auf unter 9000 Punkte zurück, auch mitbedingt durch daraus resultierende Panik-Verkäufe vieler Anleger. Erfreulich war es dann im April und Mai 2020, hier schloss der DAX wieder bei rund 10 000 Punkten ab und fast genau ein Jahr später, im März 2021, durchbrach der DAX dann die 15 000-Punkte-Marke.

Wie wird man Börsianer?

Geib: Vorab, die Mitarbeiter, die an der Börse handeln, sind im Grunde Vermittler, genannt werden sie Wertpapierhändler oder Broker. Der Einstieg in das Börsengeschäft kann über ein BWL-Studium oder eine Bankausbildung erfolgen. Von großem Vorteil ist die Kombination aus Studium und Ausbildung, zum einen bringt man das bankspezifische Know-how mit, und zum anderen deckt der Studierende die Themenbereiche Wirtschaft, Controlling, Ökonomie und Ökologie ab und ist damit bestens gerüstet für den Einstieg zum Wertpapierhändler an der Börse.

Ab wann darf man ein Konto eröffnen oder an der Börse handeln?

Geib: Ein Konto dürfen Kinder oder Jugendliche bereits ab dem vollendeten siebten Lebensjahr eröffnen, denn ab diesem Alter sind sie beschränkt geschäftsfähig. Hierbei werden Überweisungen aber nur ausgeführt, wenn das Konto ein Guthaben aufweist. Die Eröffnung eines Kontos, eines Wertpapierdepots oder eine Transaktion ist zudem bis zur Volljährigkeit nur mit Zustimmung der Eltern möglich. Den Kreditinstituten ist es außerdem nicht erlaubt, Bankgeschäfte auszuführen, die zu Lasten der Minderjährigen sind. An der Börse handeln dürfen die jungen Erwachsenen schließlich erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Das heißt aber nicht, dass Kinder keine Aktien besitzen dürfen, dies kann durchaus das Geschenk für 2022 werden, denn der Besitz von Aktien ist bereits mit der Geburt des Kindes möglich.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?

Geib: Schon als Schüler kann man sich beispielsweise für Praktika bewerben, um erste Erfahrungen zu sammeln und später – nach der Schule – eine Ausbildung zum Bankkaufmann (m/w/d) absolvieren. Auch der begehrte, duale Studiengang Bachelor of Arts in Verbindung mit der DHBW ist eine interessante Option, dem Traumjob Broker näherzukommen. Alexander Rhein

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