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Geburt - Wer sein Neugeborenes anonym abgeben möchte, der kann das Angebot von Babyklappen in Anspruch nehmen / Die BAnane hat sich darüber informiert

Was sind eigentlich Babyklappen?

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Manchmal kommt es dazu, dass ein Elternteil, es ist meistens die Mutter, aus persönlichen Gründen nicht für ein Neugeborenes sorgen kann und den Säugling anonym abgeben möchte. Eine Möglichkeit dies zu tun, ist es, das Kind in eine sogenannte Babyklappe zu geben.

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Babyklappen sind Vorrichtungen, in welchen eine Mutter oder auch ein Vater das Kind, welches nicht registriert ist, da es meistens nicht im Krankenhaus und auch ohne Hebamme geboren wurde, abgeben können. In diesen Räumen, gibt es ein Wärmebett, in das das Kind durch die Klappe gelegt wird. Zudem ist ein Alarm eingebaut, der sobald ein Baby hineingelegt und die Klappe wieder geschlossen wurde, losgeht und die Mitarbeiter des Klinikums oder einer anderen gesundheitlichen Einrichtung eine Nachricht erhält und sich jemand auf den Weg macht, um das Kind abzuholen und zu untersuchen. Schnellstmöglich wird versucht, das Neugeborene in eine Pflegefamilie zu vermitteln. Innerhalb von zwei Monaten, kann man seine Entscheidung ändern und über das Jugendamt sein Kind zurückbekommen. Erst nach Ablauf der acht Wochen wird der Säugling zur Adoption freigegeben.

Wichtig für die betroffenen Eltern zu wissen ist, dass sie sich nicht strafbar machen, wenn sie ihr Kind anonym in eine Babyklappe ablegen. Auch gibt es in diesen Klappen meistens Formulare, die das Elternteil ausfüllen kann und so den Namen des Kindes angeben kann. Außerdem hat die Mutter zum Beispiel die Möglichkeit, Erkennungszeichen zu hinterlassen, damit das Kind später, wenn es möchte, Kontakt zu ihr aufnehmen kann.

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Veröffentlicht
Von
Ferdinand Derigs
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Des Weiteren enthalten manche Babyklappen Stempel, so dass ein Fuß oder Handabdruck gemacht werden kann und die Mutter so eine bleibende Erinnerung an ihr Baby hat. Einige Mütter legen in die Box auch Briefe, die den Kindern später einmal die Situation und den Grund der Abgabe näherbringen.

Neben einer Babyklappe gibt es noch eine andere Möglichkeit, das Kind in gute Hände zu geben und zwar die vertrauliche Geburt. Hierbei bringt die Frau ein Kind anonym zur Welt, muss zwar Formulare ausfüllen, diese sind jedoch nur dafür gedacht, dass das Kind im Alter von 16 Jahren mehr über seine biologischen Eltern erfährt.

Die Beamten sind an eine Schweigepflicht gebunden und im Gegensatz zur Babyklappe ist dieses Verfahren legal. Antonia Ehnes

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