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Gegenüberstellung - Die Ergebnisse der Juniorenwahl und der Bundestagswahl unterscheiden sich recht deutlich / Bundesweites Schulprojekt und offizielle Wahl

Grün und Gelb sind bei der Jugend vorne

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(Bilder: Mautry)
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Die Wahlergebnisse bei den Bundestagswahlen 2020 stehen fest. Doch stellt sich nun vielen die Frage, wie die Wahlergebnisse, wenn man auf das Wahlalter schaut, so unterschiedlich ausfallen konnten.

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Auch in diesem Jahr haben wieder bundesweit Schulen bei dem Projekt Juniorwahl teilgenommen, bei dem auch Schüler, die bei der offiziellen Wahl noch nicht abstimmen dürfen, teilnehmen können. Die Juniorwahl soll zur politischen Bildung beitragen.

© Bilder: Mautry

So waren es die Grünen, SPD und die FDP, welche 2021 die Jugendwahlen der unter 18-Jährigen gewannen und auch bei den unter 25-Jährigen gut abschnitten (wie auf der offiziellen Website jugendwahl.de nachzulesen ist), wohingegen die CDU und SPD bei der offiziellen Bundestagswahl klar die Nase vorne hatten. Wahlsieger bei der jungen Generationen ist vor allem die FDP mit einem Stimmenzuwachs von 9,7 Prozent im Vergleich zu 2017, und der Wahlverlierer ist ganz klar die CDU mit einem Minus von 13,5 Prozent. Doch woran liegt das? Patrick Borchert (kleines Bild), Sozialpädagoge an der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim, vermutet Folgendes: „Die Ergebnisse der Juniorwahl und der U18-Wahl zeigen im Vergleich zur Bundestagswahl, dass die Jugendlichen den Grünen am ehesten zutrauen, das dringendste Zukunftsthema – nämlich den ,Klimawandel’ – politisch bewältigen zu können. Mit jeweils über 20 Prozent sind sie die stärkste Partei geworden.

Ist die SPD noch relativ stabil geblieben oder hat Stimmen hinzugewinnen können, haben CDU/CSU – wie bei der ,richtigen’ Wahl – erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Die Gründe hierfür könnten die Streitigkeiten zu Beginn des Wahlkampfs zwischen Armin Laschet und Markus Söder, Laschets Fehler im Wahlkampf und möglicherweise auch der Einfluss von Influencern, wie zum Beispiel Rezo, auf die politische Meinungsbildung gewesen sein. Ein weiterer Wahlsieger ist ohne Frage die FDP“, sagt Borchert. „Der Parteivorsitzende und Spitzenkandidat Christian Lindner konnte augenscheinlich insbesondere die Jugendlichen bei der Juniorwahl gut erreichen. Grundsätzlich zeigen die Ergebnisse, dass es sowohl den Grünen als auch der FDP gelungen ist, diejenigen Themen glaubhaft anzusprechen, welche den Jugendlichen besonders wichtig sind und bei anderen Parteien weniger gut vertreten sehen.“ Vermutlich ist der starke Stimmzuwachs der FDP auch auf den Wahlkampf über Online-Plattformen wie zum Beispiel TikTok zurückzuführen. Wie Borchert schon erklärt hat, ist es der FDP vermutlich so gelungen, der Jugend ihr Wahlprogramm schmackhaft zu machen. Und auch in Zukunft werden diese Online-Kanäle immer wichtiger für den Wahlkampf werden. Marco Mautry (Bilder: Mautry)

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