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Erfahrungsbericht - Von seinem Alltag als Mitarbeiter berichtet BAnane-Jugendredakteur Marco

Ein Tag im Corona-Testzentrum

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Im Medicare Testzentrum in Bensheim kann man sich auf das Coronavirus testen lassen. © Mautry

Seit bald einem Monat arbeite ich im Testzentrum Medicare in der Bensheimer Fußgängerzone und teste dort fast jeden Tag viele Menschen. Doch wie der Alltag in einem Testzentrum aussieht und was alles dahintersteckt, das wissen nur die Wenigsten.

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Der Tag startet unter der Woche für den Mitarbeiter, der am Vorabend den Schlüssel zum Laden mitgenommen hat, um 7.30 Uhr. Er ist also schon eine halbe Stunde vor Öffnung des Ladens vor Ort, aktiviert den Strom und bereitet das System am Laptop vor. Dazu gehört auch, die Termine für den Tag zu laden, so dass diese im System sichtbar sind. Der zweite, beziehungsweise dritte Mitarbeiter der Schicht erscheint dann immer um 7.45 Uhr, so dass auch er dann bei den Vorbereitungen für den Tag helfen kann. Dieser richtet in den meisten Fällen das Labor her. Das bedeutet, dass er die Teststäbchen in den Kabinen auffüllt und die Kassetten und Kanülen mit der Flüssigkeit verschlossen bereitlegt. Geöffnet werden diese erst, wenn sie benötigt werden, um Verunreinigungen vorzubeugen.

Dann zieht das Laborpersonal die Arbeitskleidung an, die aus einem weiten blauen Kittel, einer FFP2-Maske und Einweghandschuhen besteht. Letztere zwei Dinge werden auch vom Personal am Empfang getragen. Kurz vor Ladenöffnung wird die Schiebetür schon geöffnet, um Stehtische und das Werbebanner zu platzieren. Pünktlich um 8 Uhr öffnet der Laden dann und die ersten Kunden, die meistens schon eine kleine Schlange vor dem Laden gebildet haben, werden bedient. Um zu vermeiden, dass frisch getestete Personen mit noch zu testenden in Kontakt geraten, gibt es Abstandsbänder und Markierungen auf dem Boden, die den Ein- und Ausgang beziehungsweise die Laufrichtung markieren.

Termin nicht zwingend nötig

Im Medicare Bensheim ist nicht zwingend ein Termin nötig, um sich testen zu lassen. Eine Vorabbuchung per Internet ist aber insofern nützlich, dass man sein Ergebnis nach 15 bis 20 Minuten an die angegebene Mailadresse zugeschickt bekommt und dann nur noch seine Postleitzahl und sein Geburtsdatum angeben muss, um letztendlich sein Ergebnis abrufen und später dann in einem Restaurant oder im Kino vorzeigen zu können. Auch kann man sich per QR-Code, der an so ziemlich jeder Stelle im Laden hängt, noch vor Ort registrieren und einen Termin online vereinbaren. Hat man kein Handy dabei oder möchte das Ergebnis direkt in ausgedruckter Form, so kann man auch ein Offline-Formular ausfüllen. Das geht zwar meistens schneller, hat allerdings den Haken, dass man sein Ergebnis später wieder abholen muss.

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Ist die Anmeldung erfolgreich verlaufen, so bekommt man von dem Mitarbeiter am Empfang einen Zettel mit einem Barcode oder zwei Zettel mit einer Nummer, je nachdem, ob man einen Onlinetermin vereinbart hat oder sein Ergebnis abholen muss. Mit diesem Zettel setzt man sich dann in eine der drei Kabinen auf einen Hocker und wartet, bis kurz darauf der nächste Kollege aus dem Labor kommt und den Test in Mund oder Nase durchführt. Nachdem der Mitarbeiter den Abstrich gemacht hat, kann der Kunde die Kabine auch schon verlassen und nach Hause gehen beziehungsweise im Falle einer Offlinebuchung kurz vor dem Geschäft warten. Marco Mautry

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