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Die Zielgruppe nimmt die Angebote nicht wahr

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Nach der ersten PISA-Studie war das Entsetzen in Deutschland groß, wider Erwarten stellte sich heraus, dass sich die Schulleistungen zwischen Kindern aus Akademiker- und Arbeiterfamilien sehr stark unterschieden. Als jemand vom Fach fürchte ich mich schon jetzt vor der nächsten Folgestudie, denn durch die lange Phase des Homeschoolings ist zu erwarten, dass sich die Missstände weiter verfestigen werden.

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Schon lange bemerken Lehrer, dass durch die Pandemie die Leistungen weiter auseinanderklaffen, denn während manche Schüler zu Hause gut ausgestattet sind, gefördert werden können und zudem mit dem Onlineformat gut zurechtkamen, mussten sich andere Kinder die Technik mit ihren Geschwistern teilen, waren allein zu Hause oder sprachen die vergangenen Monate kaum Deutsch.

© Pietsch Conny

Die entstandenen Lücken werden nicht nur die Zukunft der betreffenden Schüler beeinflussen, sondern auch deren Mitschüler, die nun ausgebremst werden.

Eine qualitativ abnehmende Bildung hätte für ein Land, das so sehr auf Humankapital angewiesen ist, gravierende wirtschaftliche und soziale Folgen.

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Vergangenes Jahr in den Sommerferien wurden bereits für den Staat kostenintensive Sommerschulen angeboten. Dabei zeigte sich, dass das freiwillige Angebot nicht von der gewünschten Zielgruppe genutzt wurde, sondern vor allem von Kindern, die aus Akademikerhaushalten stammten, es wäre fatal, diesen Fehler zu wiederholen. Sophia Rhein

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