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Das „E“ als ist der meist strapazierten Buchstaben

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Es reicht mir. Ein Schreiberling, wie ich einer bin, benutzt überdurchschnittlich viele „E“. Im Wortkorpus des Duden, der Bibel der Wortkünstlerinnen und Wortkünstler, ist das „E“ mit rund 16 Prozent der Gesamtbuchstabennutzung der am häufigsten verwendete Buchstabe! Kollege „I“ kommt gerade einmal auf acht Prozent, das „A“ nur auf sechs. Das hat natürlich zur Folge, dass das „E“ der am meisten strapazierte Buchstabe auch auf meiner Tastatur ist. Darum habe ich mir überlegt, in Zukunft weniger über Seeelefanten (5 E) zu berichten als über Kängurus (0 E). Weniger über den September und Dezember (jeweils 3 E) als über Januar und April (jeweils 0 E). Außerdem wird es nicht mehr um Helene (3 E), Angelique (2 E) und Bernd (1 E) gehen, sondern um Kassandra, Max und Moritz (0 E). Herbstfeste (3 E) werde ich in Zukunft meiden und lieber den Sport in den Fokus nehmen, vor allem Hand- und Fußball, Golf, Minigolf, Billard und Judo (richtig gelesen: kein einziges E). Um meine Tastatur endgültig zu schonen, kommt nun ein Text, der völlig ohne E auskommt. Schließlich gibt es in der deutschen Sprache so viele schöne Synonyme, die eine Nutzung dieses übernutzten Buchstabens überflüssig machen. Wortakrobatik: Ich war im Juli im Urlaub. Und zwar in Island. Danach in Portugal. Dort war’s nicht schön. Corona-Zahl hoch, Spaß-Faktor down. Don Carlos war König von Portugal. Als König hat man massig zu tun. Als Königin auch: Schloss, Prinz, Pony. Wald- und Landnutzung. Nutzung ist das Stichwort. Bringst Du mir das Buch? Ich brauch’s so arg, da mir das Synonym f_hlt. Es scheint wohl doch nicht ganz ohne E zu gehen . . . Bis neulich, Eure BAte

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