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BAte über #FreedomOfHumor

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Ich bin schockiert, angeekelt, aber nicht sprachlos geworden, als ich den Ostergruß von Komikerin Joyce Ilg auf Instagram gesehen habe. Darauf posierte sie mit ihrem Kollegen Luke Mockridge im Partnerlook und lacht gemeinsam mit ihm in die Kamera. Darunter schreibt sie „Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich habe nur ein paar K.o.-Tropfen bekommen. Frohe Ostern!“ Ein Witz, der vielen Nutzern der Plattform übel aufstößt. Und mir auch. Denn wann war es je lustig, Witze über K.o.-Tropfen, Missbrauch oder Vergewaltigung zu reißen? Darunter setzt sie den Hashtag #FreedomOfHumor. Das Ganze kommt doch eher geschmacklos als lustig rüber, finde ich. Und mit diesem Post trifft sie genau in die Problematik rund um Luke Mockridge. Denn dieser wurde in den vergangenen Jahren mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert und regierte auf diese wie? Mit Humor und vor allem nicht ernsthaft. Später versuchte die Komikerin den Witz zu erklären. Er wäre natürlich nicht auf Kosten von Opfern von K.o.-Tropfen gegangen und hätte sich auf einen Teil von Luks altem Bühnenprogramm bezogen. Außerdem wäre es nicht ihr Fehler, wenn die Leute mehr in die Bildunterschrift hineininterpretieren würden. Diese Rechtfertigung erscheint doch im Angesicht der ursprünglichen Aussage sehr schwach. Denn Fakt bleibt: K.o.-Tropfen, Missbrauch und Vergewaltigung sind schlichtweg nicht lustig. Und solche Äußerungen sind, wie ich finde, gerade gegenüber Opfern von sexualisierter Gewalt absolut respektlos. Betroffene haben schon genug mit den Folgen zu kämpfen und können solche Witze auf Kosten ihrer Traumata sicher nicht gebrauchen. Und das sollte meiner Meinung nach einem doch sicher auch als 38-jährige Komikerin bewusst sein! Bis neulich, Eure BAte

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