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Bildung

Aus dem Schulalltag an der Bergstraße: Das Problem mit den Leistungskursen

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© Ehnes

Ich persönlich bin glücklich, in Deutschland auf die Schule zu gehen. Doch trotzdessen gibt es auch bei uns Situationen, in denen man sich als Schüler alleine gelassen fühlt und sich mehr und bessere Förderung wünscht. Bei uns in der Liebfrauenschule kam das Thema bei der Wahl der Leistungskurse auf – denn nicht alle gewünschten Kurse sind letztendlich zustande gekommen.

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Leistungskurse und Vorleistungskurse kommen nicht zustande, mit dem Argument, es seien zu wenige Schüler und keine Lehrkräfte können zur Verfügung gestellt werden. In einem solchen Moment sind viele frustriert.

In der E-Phase wird ebenfalls oft gesagt, dass es nicht wichtig ist, welchen Leistungskurs man besucht, da es zum Abitur noch verändert werden kann. Eine Betroffene hat sich hierzu wie folgt geäußert: „Wenn mir gesagt wird, dass es nicht wichtig sei, wieso muss ich dann überhaupt wählen und wieso können dann nicht alle Kurse auf Leistungskurs-Niveau unterrichtet werden.“ Andere sagten: „Jetzt habe ich endlich die Chance, mich auf bestimmte Fächer zu fokussieren und bekomme sie nicht und ich bin dabei nicht alleine.“ „Ich hoffe, dass ich mich nun in anderen Fächern verbessern kann und es sich positiv auswirkt“, meinte eine weitere Betroffene.

Schüler bekommen das Gefühl, dass den Institutionen nicht klar ist, dass sie die Zukunft sind. Und je besser sie gefördert werden, desto besser wird vielleicht die Zukunft unseres Landes sein. Auch werden Schüler an verschiedenen Lehreinrichtungen verschieden stark gefördert und gebildet, wie die Zeit online berichtet. Alleine dass das Abitur im Vergleich verschiedener Länder als besser oder schlechter angesehen wird, erscheint dabei nicht gerecht.

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Genauso, dass die schulische Ausbildung abhängig vom Lebensstandard ist, für den man selbst als minderjährige Person gar nicht verantwortlich ist. Wieso herrscht in diesem Bereich keine Chancengleichheit und wieso kann ich auf meiner eigenen Schule in meinen Interessen nicht gefördert werden? Diese Fragen stellen sich Schüler auch hier in Bensheim.

Gesellschaftliche Unterschiede

In Deutschland herrscht nach Angaben von „Zeit online“ in Bezug auf Bildung ein großer gesellschaftlicher Unterschied. Kinder aus wohlhabenden Familien haben die Möglichkeit, Privatschulen zu besuchen, Kinder aus ärmeren Verhältnissen müssen auf öffentliche Schulen gehen. Gerade in Großstädten seien das, wie „Zeit online“ schreibt, oft Schulen, die als sogenannte Brennpunktschulen bekannt sind. Hier bleiben die Kinder in einer Blase und in einer gesellschaftlichen Schicht. Auch können Kinder mit Gutverdienern als Eltern mehr Freizeitaktivitäten ausüben wie verschiedene Sportarten und neben der Schule weitere musikalische Ausbildungen erfahren. Dies alles gibt diesen Jugendlichen einen Vorteil im Leben, denn sie wirken gebildeter und kennen verschiedene Bereiche der Kultur. Auf Brennpunktschulen sieht der Alltag ganz anders aus, die Drogenszene ist dort oftmals viel aktiver, die Schüler sind in Konflikte verwickelt und kennen nur diese eine Umgebung mit extremen sozialen Problemen. Es gibt für sie kaum eine Chance, diese Umgebung hinter sich zu lassen und sich in der Gesellschaft hochzuarbeiten. Und geholfen wird hier kaum.

Experten behaupten, dass es darum geht, den Problemen schon im frühen Kindheitsalter mit Kitas, die genug Geld erhalten, eine gute Ausstattung haben und motiviertes, besser bezahltes Personal, vorzubeugen und mehr Kitaplätze müssten entstehen, wie bei Zeit online nachzulesen ist.

Denn zum Zeitpunkt der Einschulung haben sich die Unterschiede zwischen den Kindern schon gefestigt. Aus ihrer Sicht sollte es Förderprogramme für Kinder aus wirtschaftlich schwachen Verhältnissen geben, so dass ein Mädchen, das davon träumt, in ihrer Freizeit zu tanzen oder Fußball zu spielen, genau das machen kann.

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An Schulen, die von Jugendlichen aus wohlhabenden Familien besucht werden, gibt es trotz der besseren Chancen und einer im Durchschnitt besseren Bildung natürlich auch Probleme. Denn Schüler merken auch hier, dass ihre Bildung zum Teil vom Geld abhängig ist. Antonia Ehnes

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